Über „The winner takes it all“

Wenn ich von all den Learnings aus mehr als zwanzig Jahren beruflicher und privater Beschäftigung mit dem Internet nur eines herausgreifen dürfte, dann wäre es wohl dieses: „The winner takes it all!“

Da gab es eben noch eine schier unüberschaubare Zahl von Suchmaschinen und dann tritt Google auf und alle anderen geraten in Vergessenheit – während parallel Facebook hunderte sozialer Netzwerke pulverisiert. Und mit ähnlicher Wucht entwickelt sich Amazon im Bereich Ecommerce. Dabei nehmen sich diese Gewinner nicht nur „alles“, sondern „immer mehr“: Neben der Erschließung neuer Geschäftsfelder – etwa Amazon mit den Amazon Web Services – erweitern diese Player auch permanent ihr Stammgeschäft. Google liefert inzwischen selbst Antworten auf Suchanfragen – unter anderem zu Wetter, Sportergebnissen und Kinoprogramm – statt auf andere Seiten weiter zu leiten und Amazon wächst über seine Händlerrolle hinaus und produziert fleißig Eigenmarken – vom Ladekabel bis zur Babywindel.

In den folgenden Beiträgen soll es aber nicht darum gehen, warum das so ist. Nicht darum, ob die aufgrund von Digitalisierung und Globalisierung gesunkenen Transportkosten oder die durch Startup-Finanzierung geförderte Shareholder-Ökonomie einen größeren Anteil an der Entstehung der Quasi-Monopole hat. Und auch nicht darum, was von dieser Entwicklung zu halten ist beziehungsweise was dagegen getan und wie die Welt verändert werden könnte.

Vielmehr geht es hier darum, was wir aus der beschriebenen Entwicklung lernen können. Was hat Google anders gemacht als Altavista? Warum war Facebook erfolgreicher als StudiVZ? Und warum shoppen wir heute bei Amazon und nicht bei bol.de? Die Frage gilt auch für die unteren Ligen: Warum sind Immoscout, Stepstone und Zalando erfolgreicher als ihre Wettbewerber? Was haben diese Gewinner anders gemacht als alle anderen?

Und eines sei schon gesagt: Die Idee (eine Suchmaschine zu bauen, ein Social-Network zu starten und so weiter) ist es in den allerseltensten Fällen. Das ist eher ein weit verbreitetes Vorurteil unter denjenigen, die die Dinge oberflächlich betrachten, welches schon dadurch widerlegt wird, dass es fast nie die ersten mit einer Idee sind, die am Ende übrig bleiben. Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner hat es kürzlich sehr schön bestätigt: „Die Idee sind fünf bis zehn Prozent!

Aber was sind dann die wirklich entscheidenden Erfolgsfaktoren, warum der eine Player am Ende zum Champion wird, während der andere untergeht? Und was bedeutet das für das eigene Geschäft?

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